Katholische Jugendstelle im Dekanat Feldmoching

Jahresbericht 2009

Event: Dekanatsfahrradtour 2009

Das Dekanat Feldmoching/Schleißheim liegt im Norden von München und erstreckt sich im Süden auf die Stadteile Lerchenau und Lerchenauer See, im Westen auf die Stadtteile Fasanerie, Feldmoching und die Gemeinde Karlsfeld, im Norden auf die Gemeinden Ober- und Unterschleißheim und im Osten auf den Stadtteil Hasenbergl. Es besteht aus 13 Pfarreien. Einzelne Jugendliche aus diesen Pfarreien sind in einem Gremium, das für das ganze Dekanat Veranstaltungen organisiert. Dieses Gremium nennt sich DJ-OK, was soviel bedeutet wie Dekanatsjugendorganisationskreis. Es sind meistens Pfarrjugendleiter oder Oberminis, die diesem Gremium beiwohnen. Diese Jugendlichen sind sehr fit im Organisieren und machen es auch gerne. Sie haben sich im Sommer 2009 eine besondere Aktion überlegt – eine Fahrradtour durch die Pfarreien im Dekanat, so dass in jeder dieser Pfarreien noch eine kleine Aktion stattfinden soll und etwas zum Durstlöschen. Die Fahrradtour fand am 25. Juli 2009 statt, an einem warmen Samstag. Wir in der Jugendstelle haben uns über solch einen Vorschlag sehr gefreut. Alle Aktivitäten, die das Dekanatsbewusstsein stärken eröffnen für die Jugendstelle neue Möglichkeiten der Arbeit mit Jugendlichen. Die Fahrradtour war für die Jugendlichen ein tolles Erlebnis. Sie haben sich nicht nur sportlich ausgetobt, sondern sie lernten andere Jugendliche und andere Pfarreien und Jugendräume kennen. Vom Jugendstellenteam sind Monika (Jugendpflegerin) und Willi (Diakon) mitgefahren. Wir haben zwar nicht alle Pfarreien besucht (weil es an einem Tag gar nicht ginge), aber es war eine tolle Strecke gewählt, die sehr viel Abwechslung bot. Um den Streckenplan hat sich ein fitter Jugendlicher gekümmert. Er hatte ihn schön ausgedruckt, so dass alle den Überblick behalten konnten. Angefangen wurde in der nächstgelegenen Pfarrei St. Nikolaus. Dort hat uns der Gemeindepfarrer erwartet, der sich in seiner Pfarrei um die Jugendarbeit kümmert. Er hat uns sehr freundlich begrüßt, dann eine kleine Kirchenführung gemacht und die Räume des Offenen Treffs gezeigt, in dem sich Jugendliche von 8 bis 14 Jahre zweimal in der Woche treffen. Als die Jugendlichen Billardtisch und Kicker entdeckt haben, wollten sie gar nicht mehr weiter. Tja, typisch Jugend... Wir haben uns aber nach einer Runde Spielen bei dem Pfarrer schön bedankt, verabschiedet und schon ging es Richtung St. Agnes – die nächste Kirche im Plan. Dort gab es wieder etwas Tolles – eine Bowlingbahn. Darauf haben sich alle wahnsinnig gefreut. Das Wetter ist inzwischen sowieso schlecht geworden, also waren wir ganz froh, in St. Agnes eine Weile bleiben zu dürfen. Natürlich gab es auch hier eine Kirchführung vom Pfarrjugendleiter dieser Pfarrei. Da jede Kirche anders aussieht, waren die Führungen jedes Mal etwas Neues und Interessantes. Wir haben außer St. Nikolaus und St. Agnes noch St. Peter und Paul, St. Josef, Maria Sieben Schmerzen und St. Johannes Evangelist besucht. Kirche St. Johannes Evangelist war unsere letzte Station. Dort gab es etwas ganz Besonderes. Einen Jugendgottesdienst, bei dem einige unserer Jugendlichen Aufgaben übernommen haben. Es war ein sehr stimmiger Gottesdienst, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen wurde. Wir Radelnde wurden als besondere Gäste vorgestellt. Etwas vom Gottesdienst ist bei uns allen hängen geblieben: die Steinemeditation. Jeder hat schon am Anfang des Gottesdienstes einen Stein in die Hand bekommen. Zu einem späteren Zeitpunkt im Laufe des Gottesdienstes wurden wir dann aufgefordert aufzustehen und mit dem Stein in der Hand gemeinsam eine kleine Reise zu unternehmen. Auf der Reise (Rundgang um die Bänke) gab es vier kleine Stopps, bei denen passende Impulse vorgelesen wurden. Alle „Reisenden“ haben sich dann um den Altar versammelt und durften dort den Stein ablegen als Zeichen von Ablegen von Last vor die Füße Jesu. Wir durften uns dann alle an die Hände fassen, ein Lied singen und uns sogar dazu bewegen. Das fanden die Jugendlichen besonders toll. Nach dem Gottesdienst kam die erste Müdigkeitsphase, gerade deswegen, weil wir zur Ruhe kommen durften. Unsere Fahrradtour war zu dem Zeitpunkt aber noch nicht zu Ende. Man kann sagen, dass es danach erst richtig los ging, denn wir durften danach alle in die Jugendstelle radeln, wo gegrillt, gefeiert und getanzt wurde. Die Salate für die Feier haben Jugendliche selber zubereitet, Fleisch hat jeder selbst mitgebracht Die Jugendlichen, die sich um die Musik kümmerten, haben sich sehr viel Mühe gegeben und eine tolle Party inspiriert. Das besondere an der Jugendstelle Feldmoching ist, dass sie über eine riesige Terrasse verfügt, auf der jeder Zeit gegrillt werden kann, was kaum jemanden stört, auch wenn die Jugendstelle mitten im Wohngebiet liegt. Der Grund dafür ist der, dass die Terrasse von allen vier Seiten mit Mauern umgeben ist, die dem Schall nicht erlauben sich auszubreiten und die gleichzeitig einen geschützten Rahmen bieten. Getanzt wurde bis spät am Abend. Man erinnert sich sehr gerne an diesen Tag, weil es dabei zu einem intensiveren Kontakt zwischen Pfarreijugendlichen kam, und auch zu einer spontanen Beratung direkt vor Ort. Es kommt nicht oft vor, dass sich Jugendliche aus unterschiedlichen Pfarreien gegenseitig besuchen. Die Aktion wurde mit Begeisterung angenommen. Dies hat die Jugendstelle dazu ermutigt, etwas Ähnliches jedes Jahr anzubieten.